GGU-Verfahrensbeschreibung  
Die Geomagnetik    Seite 4 von 4

Bemerkungen
Sehr wichtig bei der Geomagnetik ist die genaue Dokumentierung von störenden Eisenobjekten wie Maste, Fahrzeuge, Zäune usw. Diese haben starken Einfluß auf die Meßwerte und müssen in jedem Fall bei der Auswertung berücksichtigt werden.
Aus Obigem geht hervor, daß einerseits bei mäßigen Genauigkeitsansprüchen die Geomagnetik mit geringem Aufwand sehr schnell brauchbare Ergebnisse liefern kann. Andererseits kann insbesondere der Auswerteaufwand umfangreich werden, falls möglichst präzise Aussagen gemacht werden sollen.
Da die Messungen i.a. sehr schnell gehen, liegt der Aufwand für die Feldmessungen v.a. im Festlegen der Meßpunkte und Abschreiten des Meßgebietes.  Entsprechend spielt die Zugänglichkeit eine große Rolle.

kombinierbare Verfahren
- Georadar und Metalldetektor  bei der Objektsuche
- Geoelektrik und Elektromagnetik bei großräumiger Erkundung

Datenbeispiele

In der Abb. 8 ist der Anomalienverlauf über einer mineralisierten Störung im Buntsandstein zu sehen. In der Störungszone sind ferrimagnetische Erze enthalten, welche einen schwachen magnetischen Kontrast zum umgebenden Sandstein bilden. Die Störungszone ist anhand von zwei getrennten Dipolanomalien um Profilmeter 1870 und 1450 festzustellen.

Die Abb. 9 zeigt den Anomalienverlauf über einer verfüllten Tongrube. Die Umrisse der Grube können anhand der Anomalienbegrenzung gut nachvollzogen werden. Daneben sind Auffüllungsbereiche bzw. größere Einzelobjekte anhand ihrer Dipolwirkungen in der Grube zu lokalisieren und klassifizieren.