GGU-Verfahrensbeschreibung     
Das Georadar   Seite 4 von 4

spezielle Datendarstellung/Zeitscheiben

Bei flächigen Untersuchungen können die Messungen rasterförmig angelegt werden, wie dies in Abb. 6 skizziert ist. Die Meßlinien werden dann mit geringem und möglichst gleichem Abstand ausgelegt. Zunächst werden die bereits beschriebenen Radagramme - quasi Schnitte - aufgezeichnet. Die Daten können nun rechnerisch so umsortiert werden, daß man eine Signalamplitudendarstellung innerhalb der gesamten Meßfläche für eine bestimmte Laufzeiten erhält. Diese Darstellung nennt man Zeitscheibe. Dieser Zeitscheibe kann eine etwaige Tiefe zugeordnet werden. Bei Untergrundsuntersuchungen ist sie somit eine grundrißähnliche Darstellung, worin die Reflexionsstärken aus einer bestimmten Tiefe zu sehen sind. Die Berechnungen können für beliebige Tiefen erfolgen.


 

häufig verwendete Begriffe

Reflexion:  Teil eines Signals, welcher an einer Diskontinuität (Materialwechsel) zurückgeworfen wird (siehe Abb. 3, B)

Diffraktion: Teil eines Signals, welcher an (im Vergleich zur Wellenlänge) kleinen Objekten oder an Kanten von ausgedehnten Reflektoren gebeugt und zurückgeworfen wird (siehe Abb. 3, E).

Reflektor/Diffraktor: Diskontuinität woran die Reflexion/Diffraktion stattfindet (Oberflächen von z.B. Schichten oder Objekten).

Transducer: Sende-Empfänger-Antenne

Dominanzfrequenz: Die Signale des Impulsradars besitzen eine Bandbreite von Frequenzen. Bei der Dominanzfrequenz  handelt es sich um die mittlere Frequenz (Mittenfreq.). Sie ist ein wichtiges Unterscheidungskriterium vom Antennen.

Hochfrequenzantennen: Hochauflösende Antennen mit geringer Eindringtiefe, meist im Einsatz für zerstörungsfreie Prüfungen, Dominanzfrequenz ab ca. 800 MHz, Anhaltspunkt: bis 1 m Reichweite

Mittelfrequenzantennen: Mittel auflösende und eindringende Antennen, häufiger Einsatz für geotechnische Fragestellungen, Dominanzfrequenzen zwischen ca. 200 und 600 MHz, Anhaltspunkt: 2 bis 4 m Reichweite

Niederfrequenzantennen: Gering auflösende Antennen mit großer Reichweite bei geeignetem Untergrund, Einsatz meist für geologische Fragestellungen, Dominanzfrequenzen ca. 25 bis 100 MHz, Anhaltspunkt: 3 bis 10 m Reichweite

Luftwelle: I.a. sehr geringer Signalanteil, der sich jedoch ungedämpft in der Luft ausbreitet und auch zu diesbezüglichen Störsignalen führen kann (insbesondere in Gebäuden).

Synonyme für Georadar: EMR (Elektromagnetische Reflexion), GR (Georadar), GPR (Groundprobing Radar), Impulsradar usw.