Zerstörungsfreie Vorerkundung einer Hafenmauer

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Aufgabe

Im Vorfeld der Sanierung einer in der Grundsubstanz über 100 Jahre alten Stützmauer eines Hafenbeckens sollten mittels zerstörungsfreier Prüfverfahren zunächst großräumig Informationen über den Zustand des Mauerwerks und der unmittelbaren Umgebung gewonnen werden. Im Anschluss daran waren stichprobenartig direkte Untersuchungsverfahren (Bohrungen) vorgesehen.

 

Messprogramm
  • Radarkartierung
  • Widerstandssondierungskartierung
  • lokale Mikroseismik

 

Vorgehensweise

Das Radarverfahren wurde i.w. zur flächigen Erkundung eingesetzt. Hierzu wurde die Wasserseite der Stützmauer in den frei zugänglichen Bereichen mit einem engen Messlinienabstand abgescannt. Aus den gewonnenen Daten sind sogenannte Zeitscheiben (C-Scan) berechnet worden (siehe Abb. Z1 und Z2). Daneben wurde der Straßenbereich hinter der Mauerkrone linienhaft mit Radar erkundet.

 

Das elektrische Verfahren Widerstandssondierungskartierung wurde entlang eines Messprofils direkt auf der wasserseitigen Wandfläche sowie auf der Straße hinter der Mauerkrone angewendet.
Das dritte Verfahren – die Mikroseismik – kam lokal an der wasserseitigen Wandfläche zum Einsatz.

 

 

Radarergebnisse

Schalenaufbau und Schalenablösungen, Mauerdicke im oberen (trockenen) Mauerwerksbereich, Hohlraumsituation hinter der Stützmauer

 

Ergebnisse der Widerstandssondierungskartierung

Untergrundsschichtung (W1) hinter der Stützmauer, Mauerdicke im unteren Mauerwerksbereich (W2)

 

Mikroseismikergebnisse

Abschätzung von Risstiefen, Angabe von Wellengeschwindigkeiten bzw. Näherungen des dynamischen E-Moduls als Maß für Festigkeiten.